Link zur Startseite: Gesellschaft für Gartenbau und Therapie
Gesellschaft für Gartenbau und Therapie    GGuT

Therapeutische Arbeitsweisen

Die Gartentätigkeit ist eines der ältesten Mittel, um kranken Menschen durch alltagspraktische Tätigkeiten ein Gefühl von Selbstwirksamkeit zurückzugeben. Sie wurde schon in der arabischen Heilbehandlung eingesetzt, später in den spanischen Krankenhäusern "urbis et orbis" von Saragossa (14. Jh.) und in der belgischen "Irrenkolonie" von Gheel (15. Jh.).

Gartentherapie ist zwischen Pädagogik, Pflege und Therapie angesiedelt und hat viele, darüber hinaus gehende Anwendungsbereiche.

Gartentherapie bedient sich des Gartens, seiner Pflanzen und Materialien als therapeutisch wirksames Mittel sowie der Methoden aus anderen therapeutischen Richtungen.

Wovon hängen die therapeutischen Arbeitsweisen ab?

  • Die therapeutischen Arbeitsweisen/Methoden werden gezielt auf das Klientel angewandt: Suchtkranke, Depressive, Essgestörte, Empfindsame, Körperbehinderte, Kinder, Senioren und andere mehr.
  • Sie hängen ab von den Therapeut*innenen. Sein/ihr Grundberuf wirkt meist prägend. Gartentherapeut*innen kommen beispielsweise aus dem Berufsfeld der Biolog*innen, Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Ärzt*innen, Ergotherapeut*innen, Gärtner*innen, Ingenieur*innen, Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen, Pflegekäfte etc.

Die Therapieschwerpunkte der Gartentherapie können folgenden Bereichen zugeordnet werden:

  • Physiologischer Bereich (Entwicklung und Verbesserung der Motorik, Koordinationstraining, Ausdauer, Anregung der sinnlichen Wahrnehmung)
  • Kognitiver Bereich (Gedächtnistraining, Lernen, Entfaltung von Kreativität...)
  • Psychisch - emotionaler Bereich (Selbstachtung und Selbstvertrauen, Zukunftsorientierung, "vom Betreuten zum Betreuer werden" -A.Schaier- ...)
  • Sozialer Bereich (Kontakt und Kommunikation, Interaktion, Identifikation mit der Gruppe und der Umgebung)
  • Selbstbild und Umgang mit sich selbst (Wahrnehmung der eigenen Wirksamkeit, Erleben sinnvollen Tuns, Erfahrung der eigenen Fähigkeiten und Grenzen, etwas für andere leisten)

Je nach Ausgangssituation und Therapieziel wird die Arbeitshaltung gewählt: sitzen, stehen, gehen, hocken, etc. Die Tätigkeit selbst kann in Teilschritte zerlegt werden, um in der Rehabilitation die vorhandenen Fähigkeiten zu stärken und nur dort Unterstützung zu geben, wo sie unbedingt notwendig ist.
(Ilse Wächter/Maria Putz)

In der Gartentherapie werden konkrete Ziele gesetzt und laufend evaluiert.

Therapieschwerpunkte im Einzelnen

Im Mitgliederbereich finden Mitglieder weitere Informationen zu den Arbeitsweisen, Arbeitsmaterial, Konzepte, Maßnahmen, Methoden, Techniken.

Veranstaltungen
GGuT-Tagungen i.d.R. Freitags 10 bis 17 Uhr
GGuT-Terrmine

(Stand 24.1.2023):
14.April 2023 Haan, psychotherapeutische Praxis, QZ Natur und Therapie
6. Mai 2023 Gartentherapie auf der LGS Bad Gandersheim
E-Juni/Anf-Juli (möglich)
August Dennenlohe, MV und Film (in Planung)
Oktober Dortmund (WfbM) (in Planung)
Bautzen, JVA (in Planung)
Bonn (in Planung)
- weitere Orts- und Themenvorschläge sind willkommen!
Anmeldung: info@ggut.org

GT-Stammtische

18.3.2023 GT-Stammtisch Köln-Bonn - trifft sich am Beversee im FPI-EAG 13-16 Uhr
Anmeldung info(AT)ggut.org

18.3.2023 Gartentherapeuten-Nord - treffen sich in/nahe Rostock,
Anmeldung: gartentherapie.oldenburg@ewe.net oder manfredhanf(AT)netcologne.de

(in Planung) Stammtisch Gartentherapie München/Grüner Zirkel
Anmeldung: b.zirkel@gmx.de

Stammtisch Gartentherapie Berlin, Anmeldung: kontaktgruen(AT)gmx.de