Gesellschaft für Gartenbau und Therapie - Was ist Gartentherapie?

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Gesellschaft für Gartenbau und Therapie - Was ist Gartentherapie?

 

Die Internationale Gesellschaft GartenTherapie (IGGT)

 

Um die Aktivitäten der wichtigsten Handlungsträger zur Gartentherapie im deutschsprachigen Raum zu intensivieren, gründeten 2009 Vertreter verschiedener Institutionen und Verbände die Internationale Gesellschaft Garten Therapie (IGGT).

Zu den Gründungsmitgliedern gehören:

  • die Hochschule für Umwelt- und Agrarpädagogik Wien
  • Wiener Krankenanstaltenverbund - Teilunternehmung Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser der Stadt Wien mit sozialmed. Betreuung
  • die Arbeitsgruppe Gärten helfen Leben der Caritas in Köln
  • die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Schweiz)
  • die Gesellschaft für Gartenbau und Therapie GGuT
  • der Zentralverband Gartenbau (ZVG)
  • die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft (DGG 1822).

Die IGGT ist eine Dachorganisation dieser und weiterer Organisationen, die inzwischen hinzugekommen sind. Zu den Aufgaben der Gesellschaft gehört die Förderung und Entwicklung gartentherapeutischer Aktivitäten, der Austausch und die Vernetzung der zentralen Akteure, Kommunikation und Verbreitung von Erkenntnissen aus Forschung und Entwicklung, der Aufbau von Qualitätssicherung und Evaluation gartentherapeutischer Maßnahmen, die Unterstützung von Bildung und Beratung sowie Repräsentation und Lobbyarbeit für gartentherapeutische Einrichtungen und Aktivitäten. Ihr Sprecher (Präsident) ist Andreas Niepel, der sich schon seit Jahren für die Weiterentwicklung der Gartentherapie engagiert.

Die Gesellschaft hat ihren Geschäftssitz in Grünberg und ist beim Amtsgericht Gießen ins Vereinsregister eingetragen.

 

Was ist Gartentherapie?

 

In der Gartentherapie werden Klienten und Patienten und Menschen mit Beeinträchtigungen mit Hilfe gärtnerischer Tätigkeiten befähigt, mit sich selbst wie auch mit ihrer Umwelt in Kontakt zu treten. Durch die unmittelbare körperliche Auseinandersetzung in der Gartenarbeit werden Wachstum, Entwicklung und Veränderung sichtbar und erfahrbar. Neue Erfahrungsprozesse können in Gang gesetzt werden. Verbale, mehr noch nonverbale Kommunikation spielt eine wichtige Rolle.

Gartentherapie ist ein Prozess, bei dem gärtnerische Tätigkeiten eingesetzt werden, um Körper, Geist und Psyche des Menschen zu fördern und sein Wohlbefinden in seinem direkten Lebensumfeld zu stärken. Sie ist eine effektive Methode für Menschen aller Altersgruppen, unabhängig von ihren körperlichen Fähigkeiten und ihrer sozialen Herkunft.

Der Garten hat als therapeutisches Mittel eine Sonderstellung unter den therapeutischen Anwendungen, weil dort mit lebenden Wesen gearbeitet wird, deren Bedürfnisse und Reaktionen sich im Menschen widerspiegeln.

Pflanzen ermöglichen es dem Menschen, sein Tempo selbst zu bestimmen und ohne Ängste aktiv zu werden. Die Begleitung durch einen ausgebildeten Therapeuten ist jedoch sinnvoll und notwendig.

Pflanzen haben einen anderen Aufforderungscharakter als Tiere. Mit ihrer Wärme und Eigenaktivität können Tiere helfen, Schwellen zu überwinden. In manchen Einrichtungen ist die tiergestützte Therapie eine gute Ergänzung. Mehr zu diesem speziellen Zugang finden Sie unter: tiergestützte-therapie.de